Berlin, Mai 2004
Suchtprobleme als Herausforderung
Suchtprobleme bedeuten individuelle Tragödien für die Betroffenen und deren Angehörige, zugleich belasten sie die Gesellschaft als Ganzes. Die Bekämpfung der Drogenproblematik ist daher sowohl eine Herausforderung für den suchtkranken Menschen als auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Bundesregierung stellt sich dieser Aufgabe in ihrer gesamten Bandbreite.
Vier Säulen
Getreu dem Motto "Die suchtkranken Menschen müssen dort abgeholt werden, wo sie sind" basiert die Drogenpolitik der Bundesregierung auf vier Säulen. Ziel der Prävention ist es, den gesundheitsschädlichen Konsum von Suchtmitteln von vornherein zu verhindern. Für die Behandlung von Suchterkrankungen steht ein sehr vielfältiges Angebot bereit, es reicht von der ambulanten Beratung bis hin zur stationären Rehabilitation. Die Überlebenshilfen (z. B. Drogenkonsumräume, Notfallhilfe) richten sich an schwerstabhängige Menschen, deren Überleben es zunächst zu sichern gilt, bevor sie eine effektive Behandlung aufnehmen können. Angebotsreduzierung und repressive Maßnahmen tragen dazu bei, dass das Ausmaß an Suchterkrankungen durch eine verminderte Verfügbarkeit der Suchtmittel reduziert wird.
Alkohol und Nikotin
Die Drogenpolitik der Bundesregierung hat die früher einseitig erfolgte Fixierung auf die illegalen Suchtmittel aufgehoben. Nun stehen auch die legalen Drogen, wie Alkohol und Nikotin, im Vordergrund der Aktivitäten.
Verabschiedung durch Symposium !
Am 08.06.2004 fand
unter dem Titel "Westfälische Suchthilfe
- Blick zurück nach vorn" im WZP
Dortmund ein gemeinsames Symposium des
Landschaftsverbands Westfalen-Lippe und dem
Fachverband WESD e.V. statt. Das Ziel der sehr
gut besuchten Veranstaltung war das Schaffen
eines würdevollen Rahmens anlässlich der
Verabschiedung des Leiters der WAG in der
LVA-Westfalen Herrn Rolf Bernd Lappe.
Auf Grund sehr guter Grundsatzreferate kamen
trotz des feierlichen Hintergrundes alle
fachinteressierten Besucher auf ihre Kosten.
Referenten waren: Dirk Lesser (MFJFG), Marlies
Preising (LWL), Harry Glaeske
(Behandlungszentrum Deerth - WESD), Dr. Gerhard
Reymann (WZP-Dortmund), Dr. Ulrike Ullrich
(Gesundheitsamt Dortmund), Dr. Hermann
Westendarp (Brilon Wald), Dr. Ulrich Kemper
(Bernhard Salzmann Klinik Gütersloh), Andreas
Bischoff (Bernhard Salzmann Klinik Gütersloh),
Roland Helsper (NADO - WESD), Regina Adams
(DW-Dortmund). Moderatoren waren Joachim Dörner
(Bussmannshof - WESD) und Dr. Josef J. Leßmann
(Westfälische Klinik Warstein - LWL).
Alle Referenten und Moderatoren würdigten die
Leistungen, die Herr Lappe in seinem mehr als
elfjährigem Wirken für die Suchtarbeit in
Nordrheinwestfalen erbracht hat. Herr Dirk
Lesser überbrachte die ausdrücklichen
Dankesworte der Ministerin Birgit Fischer. Herr
Glaeske bedankte sich als Sprecher der
stationären Drogenhilfeeinrichtungen für die
ständige Dialogbereitschaft und würdigte das
Engagement als anerkennenswertes "Lebenswerk".
WESD wird die Tagungsbeiträge als
Downloaddateien zur Verfügung stellen, sobald
sie vorhanden sind:
Download:
Vortrag Glaeske und
Grußwort WESD,
Vortrag Helsper.
Dokumentation nach § 301:
Die BfA verhält sich betr. der ogen.
Verpflichtung zur Dokumentation
sehr
zurückhaltend und besteht z.Zt. nicht auf
Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben. Z.Zt.
forcieren nur einige der süddeutschen LVAen die
Einhaltung des auch uns angekündigten
Verfahrens. Die norddeutschen LVAen bestehen
nicht auf Erfüllung. Der Landesverband der AOK
Bayern favorisieret eine Verfahren nach XML,
welches kleinen Einrichtungen erlauben würde,
über den Weg des Internet die erforderlichen
Daten zu übermitteln. Es ist denkbar, dass das
gesamte Vorhaben noch in diesem Jahr ad Akta
gelegt wird. In einem Gespräch mit Vertretern
des VDR mit der Hauptstelle gegen die
Suchtgefahren vom 12.12.02
hatte Herr Lappe von der WAG noch angekündigt,
die LVA Westfalen beabsichtige die 301-Meldung
mit dem KTL zu verbinden und ein entsprechendes
EDV-Programm bereitzustellen...
Berlin, den 26. November 2002
Pressenotiz:
am 26. 11. 02 fand in Berlin der Fachtag "Dialog
Stationäre Drogentherapie", der von den in der
stationären Hilfe für Menschen mit
Drogenproblemen tätigen Verbände organisiert und
durchgeführt wurde, statt.
Nachstehend geben wir Ihnen die
Pressemeldung zur Kenntnis. Bei Rückfragen
wenden Sie sich bitte an den FDR in Hannover.
Drogentherapie ist erfolgreich
Der beste Weg, eine Drogenabhängigkeit
zu überwinden, ist die Drogentherapie. Ihre hohe
Qualität muss aber wirtschaftlich und politisch
abgesichert werden, denn die Rehabilitation
Drogenabhängiger stellt eine ökonomische
Investition in die Zukunft dar, die auch aus
ethischen und ökonomischen Gründen geboten ist.
Dieses Fazit zogen Vertreter der Verbände von
Drogentherapieeinrichtungen nach einer
gemeinsamen Fachtagung in Berlin.
Am 26.11.2002 fand in Berlin der Fachtag "Dialog Stationäre Drogentherapie" statt. Die in diesem Bereich tätigen Verbände hatten dazu Fachleute der Drogentherapie, Vertreter der Kranken- und Rentenversicherung und der Politik eingeladen, um gemeinsam über die Zukunft der Drogentherapie zu beraten.
Immer mehr Drogenabhängige wollen ihre Sucht mit einer stationären Drogentherapie überwinden: Während von den Rentenversicherungen im Jahr 1990 nur 3.992 stationäre Leistungen für Drogenabhängige erbracht wurden, betrug deren Anzahl im Jahr 2000 bereits 9097, 2001 wurden 13.042 Anträge gestellt. Ca. 4.000 Platze stehen in der Drogentherapie zur Verfügung. Und die Therapie ist erfolgreich: Mehr als 3000 Abhängige beendet die Behandlung regulär - ein für die "Rückfallerkrankung Sucht" beachtlicher Wert.
Eine erfolgreich beendete Therapie ist aber nicht nur ein persönlicher Gewinn: Ehemals Abhängige finden leichter wieder Arbeit, können für sich selber sorgen und zahlen Steuern und Beiträge. Eine unbehandelte Drogenabhängigkeit kostet die Gesellschaft bis zu fünf mal mehr als die Aufwendungen für die Suchthilfe.
Trotz guter Ergebnisse mussten die Therapiezeiten aufgrund der gesetzlichen Einschränkungen der Leistungsträger immer weiter reduziert werden. Mittlerweile dauerte die Behandlung im Schnitt 9 - 10 Monate, in denen nicht nur die "Lasten" einer langjährigen "Drogenkarriere" bearbeitet, sondern auch die Wiedereingliederung vorbereitet werden muss. Weitere Kürzungen würden für viele Drogenabhängige eine Reintegration unmöglich machen.
Um auch weiterhin anerkannt gute Arbeit zu leisten, brauchen die Fachleute Unterstützung! Sie fordern daher, die Rahmenbedingungen der Behandlung von Drogenabhängigen daran auszurichten, dass Fachlichkeit und Qualität der Behandlung im Vordergrund stehen. Nur so kann das Ziel der Wiedereingliederung Drogenabhängiger erreicht werden. Hierfür müssen die erforderlichen Finanzmittel - auch von anderen Sozialleistungsträgern - zur Verfügung gestellt werden.
Die Fachverbände erwarten Unterstützung aus der Politik und von den Leistungsträgern, um die Rahmenbedingungen für die fachliche Qualität stationärer Drogentherapie zu sichern.
Die Schwerpunkte der "neuen Drogenpolitik"
der letzten Jahre lagen auf dem Nachholbedarf
bei den Hilfen für so genannte
Schwerstabhängige.
Die Qualität bestehender Angebote im gesamten
Verbund der Drogenhilfe, auch der
abstinenzorientierten Angebote, darf angesichts
der in der Erprobung befindlichen Erweiterung
des Angebotsspektrums nicht aus dem Blickfeld
verloren werden.
Arbeitsgemeinschaft Katholischer
Fachkrankenhäuser für Suchtkranke,
Karlstraße 40, 79104 Freiburg, Tel.: 0761/200
378
Bundesverband für stationäre
Suchtkrankenhilfe e.V.,
Kurt-Schumacher-Straße 2, 34117 Kassel, Tel.:
0561/77 93 51
Fachverband Drogen und Rauschmittel e.V.,
Odeonstraße 14, 30159 Hannover, Tel.: 0511/18
333
Fachverband Sucht e.V.
Gesamtverband für Suchtkrankenhilfe
im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in
Deutschland e.V.
Deutsche Hauptstelle gegen die
Suchtgefahren (DHS),
WESD schließt sich als regionaler Fachverband der Presseinformation an.
Deutsch-Niederländische Begegnung (Frühjahr
2002)
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aus "KONTUREN", Ausgabe 6/2000:
Prof. Dr. Wolfgang Heckmann: "Sucht zwischen
Legalisierung und Verbot."
Zitat: "... Der Königsweg heißt für
mich drogenfreie Therapie. Das ist der beste Weg
für einen Suchtkranken. Ich habe mich
entschlossen, notfalls der letzte Fachmann in
Deutschland zu sein, der sich noch getraut, das
auszusprechen. ... Der Königsweg ist begrifflich
genau genommen, ein Synonym für höchste
Qualität, weil sich die Könige, zumal sie es
sich leisten konnten, die schönsten Kleider
verschafft haben, den wertvollsten Schmuck, das
schmackhafteste Essen, das Beste zu trinken und
auch die Wege, die am sichersten zum Ziel
führten...."
1998: 25 Jahre WAG
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1997: Gründungsvorschlag an Träger
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